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Der letzte Tag der Odyssee

12. October 2006 1 Kommentar

campus_garching

Heute sind es mehr als 6 Jahre Odyssee nach Garching an die TU: Mit der U6 nach Garching-Hochbrück, dort umsteigen in den Bus (mit etwa tausend anderen Studenten eingepfercht) und dann durch die Universitätsstadt Garching b. München hindurch, vorbei an Baustellen und Ampeln schlängelt sich der Weg bis zum Campus, nicht zu vergessen der tolle neue Kreisverkehr am andern Ende Garchings, direkt vor dem Studentenwohnheim der größten Sekte Deutschlands, welches durch seine Fliegengitter-Verpackung auffällt. Christo wäre stolz drauf, obwohl der ja nicht nur verpackt sondern eher verhüllt, und dieses Wohnheim läßt jeden Blick durch; das Fliegengitter dient dann auch wohl nur der Abwehr von Selbstmorden der verzweifelten Bewohner, die ursprünglich dort draussen in Garching gefangen waren im Kultursumpf der Universitätsstadt.

Aber eben: heute ist mein letzter Tag auf dieser Odysse. Am Wochenende wird die Streckenverlängerung eingeweiht mit großem Bumbum in Garching und, vereint mit der Selbstbeweihräucherungsveranstaltung der TUM, auch am Elite-Campus der TU München. Auch wenn das ganze ja seine Vorteile hat, diese liegen nicht unbedingt im ästhetischen Regime. Der schöne Exerzierplatz vor dem BMW-Glasbau (Maschinenbau-Fakultät) musste weichen. Jetzt steht eine grundsätzlich hügelige Parkplatzlandschaft mit zwei schief-zackigen U-Bahn-Eingängen davor, welche umrahmt wird von ebenso zackigen Grasbehältern. Fusswege sind kaum auszumachen, man erwartet wohl das überqueren der grün bewachsenen Kunstobjekte, die ja entweder als Sonnenliege geplant waren. Oder die romantische Vorstellung, daß sich sonnengebräunte Studentinnen hier mit Lehrbuch ans Lernen machen ist mit dem verantwortlichen Architekten durchgegangen. Keine Ahnung wer hier im Haus der Chemie diesen Trip verursacht hat; vielleicht sollten wir mal Nachforschungen anstellen ob mal wieder einer der Studenten am Drogenkochen ist.

Heute ist der letzte Tag. Anlass, das ganze Ritual noch einmal zu zelebrieren.

Und dieser letzte Tag, so schön er auch anfängt, eignet sich ganz gut dazu: die U-Bahn heute macht dem MVV jede Ehre. Mehrere Stopps auf der Strecke nach Hochbrück. Dann dort nur zwei Busse, die sardinenvoll bepackt werden mussten. 10 Minuten später kommt die nächste U-Bahn (ich dachte die fahren im 20 Minuten-Takt?)… der übliche Wahnsinn also.

Und wenn die U-Bahn dann durchfährt folgt Teil zwei der Saga: einmal trotzdem mit6 dem Bus fahren…

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